hausgemachte Pizza

hausgemachte Pizza
Rezept bewerten

Das Schöne an hausgemachter Pizza ist, dass man sie wirklich nach seinem Geschmack belegen kann und sich nicht an Standardrezepte der Pizzaïolo halten muss. Deshalb nachfolgend nur ein paar Anregungen und Grundsätzliches zu Pizzen, sowie am Ende eine Variation mit der sogenannten „weißen Sauce“.

Lesen Sie auch : Pizzateig selbstgemacht              und              Pizza-Tipps


Bei dieser  Pizza hier, habe ich beispielsweise getrocknete, in Öl eingelegte Tomaten (kurz abtropfen lassen) und in grobe Ringe geschnittene schwarze Oliven (bereits entkernt) verwendet. Statt den klassischen kleinen Kapern habe ich die großen Kapernbeeren genommen, auch Kapernäpfel genannt, die normalerweise zum Aperitif/Tapas verwendet werden.
Statt hinterher scharfes Würzöl über meine Pizza zu träufeln, habe ich in Essig eingelegte (abgetropfte) kleine Chilischoten direkt auf die Pizza gegeben. Die Chorizo – eine scharfe spanische Paprikawurst habe ich hier gleich zu Anfang mit auf die Pizza gegeben.

Ein paar Fotos weiter unten sehen Sie übrigens eine zweigeteilte Pizza, also eine Pizza mit zwei verschiedenen Belägen - eine Variante, die nur sehr wenige Pizzaservice anbieten.


Jetzt noch die versprochenen allgemeinen Tipps:

Die Tomatensauce (wenn möglich selbstgemacht) sollte nicht allzu dick aufgetragen werdensie würde sonst mit ihrer Flüssigkeit den Boden aufweichen


Direkt auf die Tomatensauce kommt sofort der Käsealle anderen Zutaten kommen oben auf den Käse drauf.
Nur ganz selten werden sehr empfindliche Zutaten unter den Käse gegeben, um sie vor der Hitze zu schützen

Den Mozzarella (Kochmozzarella oder den normalen aus der Salzlake) kann man entweder reiben bzw. in kleine Würfelchen schneiden oder aber in dünnen Scheiben auf die Pizza legendas ist egal.
Mozzarella hat die idealen Eigenschaften für einen Pizzabelag. Für mehr Geschmack kann man zusätzlich noch geriebenen Käse zugeben: Gouda, Emmentaler oder Parmesan (hier: Mimolette) – Hauptkäse bleibt aber der Mozzarella


mozza-gefrier1 mozza-gefrier2Möchte man weichen Mozzarella reiben, so nimmt man ihn am besten aus seiner Lake und gibt ihn auf einen Teller oder in eine Schüssel und stellt ihn so – also unabgedeckt – in den Gefrierschrank. Nach 45 Minuten ist er leicht angefroren, so dass man ihn besser reiben kann.


Empfindliche Lebensmittel gebe ich erst zum Schluss oder sogar nach dem Backen auf die Pizza:

Salami gibt ihr ganzes Fett ab und wird, wenn sie verbrennt, gerne mal bitter. Deshalb gebe ich sie erst die letzten 2 – 3 Minuten auf die Pizza.
Genauso wie die Scheiben der Ochsenherztomaten. Sie haben wenig Flüssigkeit und ich will ihr tolles Aroma behalten, sie aber trotzdem gut erwärmen.

Also die Pizza erstmal ohne Salami und Tomate in den Ofen geben und dann 2 – 3 Minuten vor Ende kurz herausnehmen (bzw. nur kurz Gitter rausziehen), Salami und Tomaten drauflegen und wieder zurück in den Ofen)


Frischer Rucolasalat oder frisches Basilikum sowie hauchdünn geschnittenen Schinken (Parma, San Daniele oder Serrano), geräucherter Lachs u.ä. gebe ich erst nach dem Backen auf die noch knallheiße Pizza. Das genügt, um sie anzuwärmen. Im heißen Ofen jedoch, würden sie ihr Aroma verlieren.
Auf den Schinken gebe ich auch gerne noch frisch und nur grob gehobelten Parmesan und evtl. geröstete Pinienkerne


Nun noch zur „weißen Sauce“: das ist schlicht und ergreifend ganz normale Crème fraîchenicht flüssige, sondern die feste aus dem Becher.
Sie nimmt man, wenn Tomatensauce nicht so gut passt:

Beispielsweise für die sogenannte Savoyen-Bergpizza: das sind Scheiben von gekochten Kartoffeln, Reblochonkäse und roher Bergschinken. Vor allem wegen der Kartoffeln passt hier die Creme fraîche viel besser, als die Tomatensauce

 

 


Beispiel 1: o.g. Savoyarder Bergpizza (rechte Hälfte der Pizza)

Die Pizza kommt ohne den Schinken ins Rohr.

Erst wenn sie fertig ist, kommt der fein geschnittene Schinken auf die noch heisse Pizza, sowie, wenn man mag , kleine knackige Cornichons dazu.


Beispiel 2: Käse-Birnen-Pizza

hier habe ich beides versucht. Bei der Tomatenversion  sollte man wegen der süssen Birnen aber die Tomatensauce mit Balsamicoessig kochen (so viel, dass sie beim Kochen schon fast die Farbe von hellerem Rotwein bekommt). Seine Süsse harmoniert besser mit dem Obst, als die herbe Säure der Tomaten.

Die „weisse“ Version - siehe unten - passt hier etwas besser, wie ich finde.

 


fromage-aop-fourme-ambertZutaten für eine Pizza mit 32 cm Ø

Ca. 125 g Käse (evtl. Rinde entfernen)
½ Birne
2 EL Crème fraîche
ca. 8 Walnusskernhälften

Evtl. Honig

Als Käse habe ich auf diesen Fotos den französischen „Fourme d’Ambert“ verwendet, auch Bleu d’Auvergne schmeckt sehr gut. Bei Gorgonzola würde ich die junge, milde Version bevorzugen, die unter der Bezeichnung ‚Gorgonzola dolce‘ verkauft wird


Den Pizzaboden mit der Creme bestreichen

Käse in 8 dünne Streifen schneiden und gleichmässighier z.B. sternförmig - auf der Pizza verteilen.

Birne waschen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen (Haut kann dranbleiben). Die Viertel in (an der dicksten Stelle) 3 – 5 mm dicke Spalten schneiden und zwischen den Käsestücken verteilen

Wer den lieblichen Charakter der Birnen verstärken möchte, kann einen EL Honig in einer dünnen Spur auf der Pizza verteilen


Pizza backen

Nach dem Backen einige Walnusskernhälften auf der Pizza verteilen, die restlichen grob zerkleinern und ebenfalls gleichmäßig auf der Pizza verteilen


Hier eine meiner Lieblingspizzen: Pizza Marokko. Sie entstand aus meiner Vorliebe für Tajines mit den dabei verwendeten Zutaten: Marokkanische Salzzitronen, Harissa, Tajineoliven, Ras el Hanout.

Rezept für diese Pizza


 

Schreibe einen Kommentar