Tipps und Tricks

Einfrieren

SONY DSCWenn Sie beispielsweise Flüssiges wie z.B. eine Suppe oder Halbflüssiges wie eine Ratatouille oder, wie hier rechts, eine Sauce Bolognese portionsweise einfrieren möchten, dann verschliessen Sie die entsprechende Dose nicht nur mit ihrem Deckel, sondern bedecken Sie unbedingt die Oberfläche zusätzlich mit Frischhaltefolie (so dass die Folie auf der Sauce direkt aufliegt, also keine Luft zwischen Folie und Sauce ist – die Folie kann ruhig über den Dosenrand hinausragen; so wird sie vom Deckel festgeklemmt).
Damit verhindern Sie, dass sich auf der Oberfläche, also in dem Zwischenraum von Sauce und Deckel eine unschöne Schicht aus Eiskristallen bildet und die Sauce dort austrocknet (Gefrierbrand).
Taut man die Sauce bei Bedarf in der Mikrowelle auf, dann entfernt man die Folie bevor man das Gericht in die Mikrowelle gibt . Dabei darauf achten, dass keine Folienreste drin bleiben. Im Zweifelsfall kurz in die Mikrowelle zum Anwärmen, damit man die Folie leicht ablösen kann. Anschliesend wieder in die Mikrowelle zum Auftauen der Sauce.

Wenn Sie trockene und feste Lebensmittel wie Brot, Fleisch oder gekochten Reis einfrieren möchten, dann drücken Sie vor dem Verschließen des Beutels die Luft raus – natürlich nur so, dass der Inhalt nicht zerquetscht wird.


Auftauen

Tauen Sie niemals Fisch oder Fleisch in heißem Wasser auf (egal ob noch im Gefrierbeutel oder nackig). Der Geschmack bleibt im Auftauwasser und das Fleisch beginnt in dem heißen Wasser zu garen (selbst wenn es nicht kochend heiß, sondern lediglich warm ist). Dabei kann bei aller Kochkunst am Schluss doch nur geschmackloses und trockenes Fleisch herauskommen.
Die schonendste Methode ist, das Gefriergut samt seinem geschlossenen Beutel in den Kühlschrank zu legen und es dort ganz langsam auftauen zu lassen. Das dauert allerdings locker mal 12 Stunden – je nach Temperatur ihrer Gefriertruhe und je nach Dicke des Gefrierguts: eine auf -25° knackig durchgekühlte, ganze Truthahnbrust von mehr als einem Kilo braucht natürlich länger zum Auftauen, als beispielsweise ein einzeln eingefrorenes Fischfilet, welches vielleicht gerade mal 1 cm dick ist. Holen Sie das aufzutauende Stück Fleisch oder Fisch also am Besten bereits am Vorabend aus der Gefriertruhe und selbst wenn es dann 24 Stunden im Kühlschrank liegt, macht das dem Fleisch auch nichts – es liegt ja gut gekühlt.
Wenn Sie nicht mehr genug Zeit für die Kühlschrankmethode haben, dann können Sie ausnahmsweise das Gefriergut in seinem geschlossenen Gefrierbeutel in eine Schüssel mit KALTEM Wasser legen, dort taut es dann deutlich schneller auf, beginnt aber nicht schon zu garen (Wasser eventuell ein- oder zweimal wechseln, wenn das Wasser durch das Gefriergut zu kalt wird, aber immer durch normal kaltes Wasser aus dem Hahn ersetzen, niemals auch nur lauwarm!)
Fisch und Fleisch, vor allem Geflügel, soll beim Auftauen immer auf einem Teller oder in einer Schüssel liegen: das beim Auftauen entstehende Wasser hinterher auf alle Fälle wegschütten, denn es besteht Salmonellengefahr (Geflügel immer getrennt von anderem Fleisch aufbewahren)
Vorgekochte Gerichte bzw. Saucen sollen ja meist sehr schnell verfügbar sein, weil man beispielsweise spät aus dem Büro nach Hause kommt und schon einen Bärenhunger hat. Das kann man auch in der Mikrowelle auftauen. Am Besten in der Mikrowelle nur soweit antauen, dass man das Essen aus der Plastikdose herausbekommt, eventuell etwas zerkleinern und dann in einen Topf und auf der Herdplatte langsam erwärmen. Wollen Sie es komplett in der Mikrowelle heißmachen, dann lieber in mehreren, kürzeren Intervallen – zu Beginn so cirka Zwei-Minutenweise, dann im Minutentakt. Zwischendrin immer kurz den Deckel auf, den gefrorenen Block, wenn es geht, etwas zerkleinern und sobald es dann flüssig wird ab und zu umrühren, damit es gleichmäßig warm wird.


Mikrowellengeräte

funktioniert nach dem Prinzip, dass die Moleküle im Essen oder Getränk in sehr schnelle Bewegung versetzt werden und dabei Reibungswärme entsteht, welche dann das Essen bis hin zum Kochen erhitzen kann. Deshalb darf man auch nichts ewig lange in der Mikrowelle erhitzen, weil es sonst verbrennen würde. Mir ist in der Mikrowelle sogar schon mal ein Geschirrtuch in Brand geraten ! Die Erhitzung erfolgt übrigens so schnell, dass wenn Sie ihre Hand in die laufende Mikrowelle halten würden (was aber zum Glück nicht möglich ist), das Blut in Ihrer Hand gerinnen würde, noch bevor Sie einen Schmerz verspüren.
Die Mikrowellen sind aber nicht gleichmäßig in dem Garraum verteilt, es gibt also Stellen an denen viele Wellen das Gargut sehr schnell erhitzen und Stellen, an denen fast gar keine Wellen auftreten. Deshalb haben alle Mikrowellen einen sich drehenden Teller, damit das Gargut auch gleichmäßig erhitzt wird (einige sehr wenige Modelle haben keinen solchen Drehteller, bei denen dreht sich Generator, welcher die Wellen erzeugt, in dem Gehäuse. Ist also das gleiche Prinzip, nur dass man es nicht sieht). Trotz des Drehtellers kann es immer noch vorkommen, dass einige Stellen Ihres Essens heißer, andere kälter sind (vor allem in der Mitte des Tellers – Erklärung siehe unten). Deshalb vor dem servieren immer erst sorgfältig umrühren, vor allem wenn Sie einen Babybrei in der Mikrowelle erwärmen: Sie testen zufällig an einer kalten Stelle und ihr Baby verbrennt sich hinterher den Gaumen an einem heißen Stück, das sind teilweise wirklich extreme Temperaturunterschiede!

drehtellermittedrehtellerrandStellen Sie sich die Schüssel auf dem linken Teller vor, wenn sich der Teller zu drehen beginnt. Sie bleibt dennoch quasi immer am gleichen Ort – weil Sie ja genau in der Mitte steht und sich nur um die eigene Achse dreht. Die auf dem rechten Foto bewegt sich durch den Garraum und wird so (relativ) gleichmäßig erwärmt.

 

 

Tiefgefrorene Gerichte in Plastikdosen sollten in der Mikrowelle nicht allzu hoch erhitzt werden. Mikrowellen geeignete Dosen, erkennbar anmikrowelle-ok dem Wellenlogo, halten zwar meist eine Temperatur von 170° aus, das in den vorgekochten Gerichten enthaltene Fett, wie z.B. das Öl in einer Sauce Bolognese, kann stellenweise aber so heiss werden, dass es zumindest zu dauerhaften Verfärbungen der Dose, teilweise sogar zu kleinen Blasenbildungen kommt. Das ist nicht nur ein optischer Mangel, sondern es heisst auch, dass die im Plastik enthaltenen Weichmacher in ihr Essen überwechseln.

Also am besten in der Mikrowelle nur bis lauwarm erhitzen oder noch besser: sobald das Gefriergut soweit angetaut wurde, dass es grösstenteils in grobe Brocken zerteilt werden kann, das Essen in einen Topf geben und dann auf der Herdplatte weiter erhitzen.
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Eine gefrorene Sauce Bolognese wird in ihrer Plastikdose in der Mikrowelle angetaut und kommt dann in einen grossen Topf oder Wok, wird dort abschliessend erhitzt und dann kommen die Nudeln mit dazu, um alles gut zu vermengen – so wie es auch in Italien gemacht wird. Denn das vermengt sich viel gründlicher und schmeckt somit viel besser, als die Sauce einfach oben auf die Nudeln draufzuklatschen.

Lebensmittel sollten beim Erwärmen in der Mikrowelle übrigens grundsätzlich abgedeckt werden. Es ist nicht nötig, sie hermetisch abzuschliessen – im Gegenteil, denn die sich erwärmende Luft muss ja entweichen können – einen Deckel oder eine Frischhaltefolie lose drauflegen genügt vollkommen.


Frischhaltefolie

Deshalb achte ich beim Kauf von Frischhaltefolie auch immer darauf, dass sie mikrowellen-geeignet bzw. hitzebeständig ist. Somit kann ich sie auch problemlos in kochendes Wasser geben, z.B. wie hier, um ein Lachsmousse im Wasserbad zu garen:

halbflüssiges Mousse  –  in Folie eingewickelt und in heissem Wasser gekocht  –  ergibt schnittfeste Lachsmousse-Pastete

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 Warmhalten

SONY DSCWenn Sie etwas warmhalten möchten, beispielsweise weil nicht alle Pommes frites auf einmal in die Friteuse passen und deshalb in mehreren Durchgängen fritiert werden oder nicht alle Wiener Schnitzel auf einmal, sondern in 2 oder 3 Durchgängen gebraten werden können, dann heizen Sie ihr Backrohr auf 50° Umluft vor uind geben die Schüssel / Servierplatte zum Aufwärmen hinein.
Ist dann die erste Portion fertig, geben Sie sie in die vorgewärmte Schüssel. Natürlich muss man jetzt die Ofentüre wieder schliessen, damit die Wärme nicht verloren geht. Handelt es sich beim dem Gericht allerdings um etwas Knuspriges, wie z.B. Pommes oder ein paniertes Schnitzel, so weicht der austretende Dampf die Pommes oder Panade wieder auf und das wird dann sehr labberig. Deshalb klemmen wir den Stiel eines Kochlöffels zwischen Türe und Ofen, damit die Türe nur einen Spalt offen bleibt. Somit bleibt die Wärme im Ofen, aber die Feuchtigkeit wird dank des Umluftgebläses durch den Spalt rausgeblasen und die Pommes/Schnitzel bleiben schön knusprig.

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Manche Öfen haben allerdings im Türrahmen einen kleinen Schalter, der die Umluft und Heizung stoppt, sobald die Türe offen ist, deshalb sollte man ihn überlisten und den Kochlöffel so einklemmen, dass er beim Anlehnen der Ofentüre diesen Schalter eindrückt und der Ofen denkt, die Türe sei komplett zu und er seine Heiz- und Umluftfunktion wieder aufnimmt.


Wenn sich elektronische Geräte seltsam verhalten

Sollte ihr Induktionsfeld nicht oder nur mehr träge auf Eingaben reagieren- z.B. Hitze der Herdplatte einschalten bzw. verändern – dann hilft es in der Regel, die betreffende Sicherung kurzzeitig (ein paar Sekunden, besser 30 Sekunden lang) herauszudrehen bzw. auszuschalten.
Durch die Trennung von der Stromversorgung werden solche „Speicherfehler“ gelöscht und danach funktioniert es wieder einwandfrei.

Können Sie an ihrem Induktionsfeld die Turbotaste (auch Boost-Taste genannt) nicht mehr einschalten oder weigert es sich gar, die höchstmögliche Heizstufe zu aktivieren und läuft nur noch mit verminderter Leistung, dann kann es daran liegen, dass ihre Stromversorgung (z.B. im Winter und während der üblichen Spitzenverbrauchszeiten) unter 210 Volt abgesackt ist (siehe auch Artikel „Gas oder Induktion„, vorletzter Absatz)

Im letzten Absatz dieses Artikels erfahren Sie auch, warum manche kleine Töpfchen auf ihrem Induktionsfeld nicht funktionieren, obwohl sie ausdrücklich für Induktionsherde geeignet sind.

Reagiert ein elektronisches Tastenfeld bei einer Mikrowelle nicht mehr oder nur sehr zögerlich, gibt es zwei Gründe:

  • ein „Speicherfehler“. Dann also, genau wie gerade für das Induktionsfeld beschrieben, die Mikrowelle kurz von der Stromversorgung trennen
  • ihr Körper bzw. ihre Haut leitet schlecht: berühren Sie beim Drücken des gewünschten Knopfes gleichzeitig ein anderes, leitendes Teil (also Metal; bei der Mikrowelle hier auf dem Foto sind der Griff und die seitlichen Blenden aus gebürstetem Aluminium) – am besten mit der gleichen Hand:

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Mozzarella

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Zum Gratinieren oder für Pizzen nimmt man gerne den sogenannten Kochmozzarella.

Wenn Sie keinen Kochmozzarella haben, können Sie auch einen normalen Mozzarella nehmen. Da der aber so weich ist, dass man ihn eigentlich nicht reiben kann, können Sie ihn entweder in feinste Scheiben oder in kleine Würfelchen schneiden, oder aber ihn aus seiner Lake nehmen und auf einen Teller oder in eine Schüssel geben und ihn so – also unabgedeckt – in den Gefrierschrank geben. Nach 45 – 60 Minuten (je nach Leistung ihres Gefrierfaches) ist er leicht angefroren, so dass man ihn gut reiben kann.

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 Fachbegriffe – Link zur Liste